Einleitung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte,
und tausend Worte ergeben selten ein ganzes Bild.
Das essentielle am Bild ist meiner Ansicht nach, die Zeit einen Moment stillstehen zu lassen.
Die Möglichkeit etwas zu betrachten, ohne das es sich von sich aus weiter verändert.
Die Veränderungen finden dann nur noch in meinem Inneren statt, beim visuellen begreifen,
beim erfassen der ganzen Situation, beim bemerken kleiner, zunächst unwichtiger, Details.
Ich rede von der Fotografie, von dem was zwischen dem Motiv, dem Apparat, und mir dahinter, passiert.
Von meinem Forscherdrang etwas genauestens zu betrachten, ohne zu verletzen zu zerstören, beobachtend.
Die Motive sind einfältig und vielfältig, farbig oder auch schwarz-weiß, je nachdem, wie ich sie,
meiner Ansicht nach, am besten studieren kann.
Mein Interesse gilt der Physik, der Soziologie, der Biologie. Die Elemente Wasser Wind Erde und Licht sind extrem anziehend für mich und die Muster die sie bilden, diese Mäanderungen, symetrisches Wachstum, die Spirale, aber auch Abnutzung, chemische Prozesse, Müll und menschlicher Auswurf, die spuren menschlicher Bewegungen die täglich in gleicher Weise stattfinden. Hier schließt sich ein Kreis zu meiner Arbeit in der Fabrik. Denn die Fabrik ist nicht nur dort wo sie unmittelbar steht, sie ist überall wo jemand der etwas mit ihr zu tun hat sich aufhält oder bewegt. Und das immer gleiche bildet Muster formt nach und nach Bilder die beobachtet und festgehalten werden können.

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